Vorlesetag 2018

04.12.2018 12:16

Vorlesetag 2018

Große lesen für Kleine

Bereits zum 15.Mal haben DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung ganz Deutschland zur Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag aufgerufen. Jeweils am dritten Freitag im November wird in ganz Deutschland vorgelesen. Mittlerweile beteiligen sich jährlich über 170 000 Teilnehmer am größten Vorlesefest. Auch dieses Jahr veranstaltete unsere Grundschule zum zweiten Male mit zehn Vorlesern  einen Vorlesetag und brachte so eine willkommene Abwechslung in den Unterrichtsalltag! Denn für das Lesen und Vorlesen brauchen Kinder Vorbilder, die ihnen Lesefreude vermitteln, damit sie später mit Begeisterung selbst zu Büchern, Zeitungen oder E-books greifen.

 

In diesem Jahr wurden Herr Bürgermeister Maximilian Böltl und neun Lehramtsanwärter vom Grundschulseminar der Seminarrektorin Frau Artmann als Vorleser eingeladen. Die Buchauswahl nahmen die Vorleser selbst vor. Zum jeweiligen Buch wurden Buchplakate entworfen, die Abreißzettel enthielten. Diese dienten den Grundschülern dann als Eintrittskarten für die jeweilige Vorlesung. Jeder Schüler besuchte so drei Vorlesungen.

Mit viel Hingabe lasen die großen Vorleser den Kleinen vor. Mit Büchern wie „Achtung, Monster Ätze“, „Da will Mia nicht mitmachen“, „Matti & Sami und die drei größten Fehler des Universums“, „Wir Kinder aus Bullerbü“, „Yoko mischt die Schule auf“, „Wecke niemals einen Schrat“, „Drache Kokosnuss“ oder „Tommy Mütze“ entführten die Vorleser die Kinder in spannende oder lustige Welten. Herr Bürgermeister Böltl las aus dem Sachbuch „Hörst du wie die Bäume sprechen?“ vor. Haben Bäume eine eigene Sprache? Gibt es im Wald Internet? Wovor haben Bäume Angst? Welche Bäume brechen Rekorde? In der Mensa, in der er den Kindern die Antworten auf diese Fragen vorlas, fand so eine außergewöhnliche Expedition in den Wald statt. Die Grundschüler, die sich bei allen Vorlesungen in eine gemütliche Zuhörerposition brachten (in die Decke eingehüllt mit Kissen und Kuscheltier auf dem Boden, im Stuhlkreis oder in der Leseecke), lauschten gebannt, indem sie in die Rolle des Zuhörers schlüpften.

 

Das Thema Vorlesen liegt allen Lehrkräften sehr am Herzen. Aus Erzählungen so manch eines Schülers wird festgestellt, dass das Vorlesen auch nicht mehr in allen Familien alltäglich ist und Hörbücher oder Hörspiele dadurch ersetzt wurden. Das „live“-Lesen kann jedoch nichts ersetzen. Denn die körperliche und emotionale Ebene schafft die Elektronik nicht.

Die Stiftung Lesen, die den Vorlesetag ins Leben gerufen hat, bescheinigt dem Vorlesen eine noch größere Wirkung, etwa für den späteren schulischen Erfolg. Studien der Stiftung ergaben, dass Kindern, denen öfters vorgelesen wird, einen größeren Wortschatz haben, dass sie wissbegieriger sind, mehr Freude am Lernen, bessere kognitive Stärken und mehr Ausdauer haben als Andere. Vorlesen soll sogar einen Beitrag zur emotionalen Stärke und sozialen Kompetenz des Kindes leisten. Ganz sicher trägt das Vorlesen aber dazu bei, Kindern – noch bevor sie selbst lesen können – einen Zugang zu Büchern, zur Literatur und zum Lesen an sich zu vermitteln. Und auch wenn die Kinder schon selbst lesen können, genießen sie es die Geschichten zu hören. Entscheidend ist dabei immer die Auswahl des Lesestoffs.

 

Die Vorleser zeigten an diesem Aktionstag mit viel Leidenschaft wie schön und wichtig vorlesen ist.

Vielen herzlichen Dank an unsere Vorleser, Herr Bürgermeister Böltl, Frau Wollmann, Frau Vollmer, Frau Thom, Frau Freundl, Frau Garbe, Frau Gruber, Frau Jörg, Herr Traut und Herr Eisenhofer, die Lesebereitschaft und –motivation gezeigt und bei den Kindern gefördert haben!

 

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